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Hatte sich Staatskanzleichef Johannes Beermann mal wieder nur geirrt ? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Heiko Hilker   
Freitag, 29. Januar 2010 um 14:23

Wie der sächsische Staatskanzleichef Johannes Beermann denn darauf gekommen sei, der Vertreter des Sorben-Dachverbands Domowina im MDR-Rundfunkrat sei bisher immer auf Vorschlag der PDS bzw. LINKEN vom Landtag gewählt worden, wollte Heiko Kosel letzte Woche in der Fargestunde des Landtags wissen. Es sei doch beim letzten Mal (2003) die CDU gewesen sei, die die Domowina nominiert hätte. Damit stellte Heiko Kosel den Sachverhalt genau umgekehrt dar als Johannes Beermann gegenüber dem Medienausschuss. Johannes Beermann stellte fest, Kosels Darstellung sei „präzise und zutreffend“. Und, so kann man schlussfolgern, Beermanns Darstellung war falsch.

 

Schwer zu sagen, wie er darauf gekommen ist. Ein einziger Blick in frühere Protokolle und Drucksachen hätte gereicht. Saß er der Legendenbildung von CDU-Parlamentariern auf, die ihre schwarzen Hände in Unschuld waschen wollten, nachdem sie den Landestourismusverband der DOMOWINA vorgezogen hatten und Kritik von der Domowina aufkam? Da ist es einfach, die LINKE als Sündenbock vorzuschieben. Und es gibt ja auch viele, die dies erst einmal glauben. Und nur wenige die nachfragen, warum denn die CDU von ihren drei Plätzen keinen der Domowina geben kann.

Klar ist, wenn Johannes Beermann seine Behauptung jetzt noch einmal wiederholt, dann lügt er.